Januar 31 2017 0Comment

Vollkommen umgekrempelt

Wohnungen, Sozialstation und Tagespflege jetzt im früheren Schwesternwohnheim

BOCKUM-HÖVEL . Kaum wiederzuerkennen ist das ehemalige Schwesternwohnheim am St.-Josef-Krankenhaus. Innen wie außen hat die Firma Heckmann Bauland und Wohnraum das Gebäude an der Hohenhöveler Straße komplett „umgekrempelt“, um dort 14 Wohnungen sowie die Sozialstation und eine Tagespflege der Caritas darin unterzubringen. Investiert hat Heckmann dafür rund 2,5 Millionen Euro.

Übergabe an die Caritas werde bereits am 31. Januar sein. Anfang Februar werde die Caritas Sozialstation dann von der Hammer Straße 2 ins Erdgeschoss ziehen und von dort aus die Einsätze des Pflegedienstes koordinieren, sagt Elmar Marx, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes. Zeitgleich werde die neue Tagespflege St. Elisabeth mit 14 Plätzen im selben Gebäude eingerichtet, um ab Mitte Februar die ersten Gäste aufzunehmen. „Schon jetzt sind Anmeldungen möglich“, so Marx. Mit diesem neuen Standort im Zentrum Bockum-Hövels reagiere die Caritas auf die Anforderungen durch die demographische Entwicklung. Vom niederschwelligen Angebot bis hin zu hochkomplexen Pflegeleistungen trage die Caritas zur Sicherung der Versorgungskette im Stadtteil bei, macht Marx deutlich. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind je sechs barrierearme Wohnungen zwischen 60 und 75 Quadratmetern entstanden. Hier soll die Übergabe Mitte Februar erfolgen. Offizieller Mietbeginn werde am 1. März sein, sagt, Reinhold Gierse, Gesch.ftsführender Gesellschafter der Firma Heckmann. Diese Wohnungen seien mit Betreuung im Rahmen des Konzeptes Caritas Wohnen Plu, berichtet Caritas-Vorstand Tobias Berghoff. Dabei werden die Mieter regelmäßig von einer Mitarbeiterin der Caritas in ihrer Wohnung aufgesucht, um im persönlichen Kontakt den Bedarf an Beratung und Unterstützung zu erfragen. Sie organisiert oder initiiert gemeinschaftliche Aktivitäten für die Teilnehmer dieses Angebotes. Außerdem unterstützen sich die Teilnehmer gegenseitig. Zudem könnten die Mieter auch einen Raum in der Sozialstation nutzen. Durch die Sozialstation und die Tagespflege sei weiterhin sichergestellt, dass tagsüber bei Bedarf immer jemand ansprechbar sei im Haus, so Berghoff. Zusätzlich gibt es im ehemaligen Schwesternwohnheim im Dachgeschoss jetzt zwei Wohnungen mit je 105 Quadratmetern Wohnfläche und jeweils einer Dachterrasse. Diese Wohnungen seien aber nicht in das Caritas-Plus- Konzept eingebunden, so Berghoff. Um die Wohnungen, die Caritas- Sozialstation und die Tagespflege im Gebäude unterbringen zu können, wurde der gesamte Grundriss umgestaltet. Durch den Anbau von Laubengängen an das vorhandene Treppenhaus wurde die Erschließung des Gebäudes nach außen verlegt. Zuvor führten lange Gänge in der Gebäudemitte zu den einzelnen Wohnbereichen. Jetzt erfolgt der Zutritt zu den Wohnungen von den Laubengängen aus, so dass der Flur dem Wohnraum hinzugeschlagen werden konnte. Angebaute Balkone zur Straßenseite hin erhöhen zusätzlich den Wohnwert. „Ganz barrierefrei konnten wir die Wohnungen nicht gestalten. Das ist in einem Altbau nicht immer möglich“, sagt Klaus Wlotzka, ebenfalls Gesch.ftsführender Gesellschafter bei Heckmann.
Infos zu Tagespflege: Andrea Hanneken, Telefon 3722743

Quelle: Westfälischer Anzeiger, Foto: Rother