April 20 2021 0Comment

“Service-Wohnen” in der City

Grundstein für “Kleist Residenz” gelegt / Im Sommer 2022 bezugsfertig

 

Hamm-Mitte – Die Bahnhofstraße verändert mehr und mehr ihr Gesicht. Am Montag wurde der Grundstein für ein richtungsweisendes Projekt gelegt. Auf der Fläche des ehemaligen „Kipp’n in“ an der Bahnhofstraße 29 entstehen durch einen privaten Bauherren mit der „Kleist Residenz“ 34 barrierefreie Wohnungen in Kooperation mit dem „Service-Wohnen plus“– Konzept der Caritas. Der Komplex soll im Sommer 2022 bezugsfertig sein. Bauherr Dirk Brenschede bewegt sich mit dem Neubau genau dort, wo sein Urgroßvater 1905 den Grundstein für die Unternehmensgeschichte der H.-Hugo Brenschede GmbH legte und schreibt damit ein neues Kapitel Familiengeschichte. Das hat ausnahmsweise nichts mit Stahl, Sanitär, Heizung und Rohzubehör zu tun. Brenschede nimmt hier einen hohen einstelligen Millionenbetrag in die Hand, um Menschen mit zunehmendem Alter ein barrierefreies, selbstbestimmtes Leben in der Innenstadt anzubieten. Mit ins Boot geholt hat er dafür die Caritas mit ihrem Angebot „wohnen plus“, das Grund- und Wahlleistungen inklusive Pflege vorsieht. Generalunternehmer ist die Firma Heckmann, geplant hat den Komplex das Büro Eichhorst + Schade Architekten. Nachdem im Dezember die Baugenehmigung erteilt wurde, geht es jetzt zügig voran. Auf einer Grundfläche von 920 Quadratmetern entstehen einschließlich Keller und Staffelgeschoss sieben Geschosse mit zusammen rund 12000 Kubikmeter betauter Fläche. Auch der Riegel an der Neuen Bahnhofstraße wird geschlossen. Die Wohnungsgröße liegt zwischen 50 und 80 Quadratmetern. Die gewerblichen Flächen im Erdgeschoss beziehen ein Augenarzt und ein Optiker. Das Objekt ist das erste von mehreren Bauvorhaben, die die Innenstadt der Zukunft prägen werden: studentisches Wohnen gegenüber am Gesundheitsamt, Bebauung der Fläche hinter dem B&BHotel mit Büros für die Autobahngesellschaft des Bundes, Wohnen und Büros am „TerVeen“-Standort, Überplanung der Kaufhof-Immobilie, Westentor und „B-tween“. Die erste Zeitkapsel versenkte allerdings Dirk Brenschede im Mauerwerk. Neben Tageszeitung und Baugrafik enthält sie auch einige Hufnägel. Sie stammen noch aus dem Fundus der ersten Firmengeneration. So treffen sich Gründerzeit und Moderne in einem Projekt.

Zusammenarbeit

Investor und Stadt Hamm/Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) haben das Projekt in enger Kooperation im Sinne der Innenstadtplanung abgestimmt. Die SEG hatte Altimmobilien gekauft, abgerissen und die Flächen an den Investor abgetreten, der hier ebenfalls Flächen hatte.

© Quelle: FRANK OSIEWACZ – WA
© Foto: HECKMANN

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