August 05 2020 0Comment

Mieter können ab Dezember in Wohnungen ziehen

Ende November sind 15 öffentliche Wohnungen an der Stifterstraße in Oelde fertig. Das bild zeigt vor dem Rohnbau (v. l.) Lisanne Hagencord (Investor Heckmann), Dominik Lindner (Stadt Oelde), Bauleiter Lars Wechseler (Heckmann Bauland & Wohnraum) und Mechthild Gröver (Stadt Oelde). Fotos: Springer

Von Karoline Springer

Oelde (gl). Das Angebot an gefördertem Wohnraum in Oelde wächst: Ab Dezember ist ein Mehrfamilienhaus mit 15 Wohnungen an der Stifterstraße bezugsfertg. „Wir von der Stadt Oelde freuen uns, dass der Bau bald fertiggestellt ist, weil der Wohnungsmarkt eng ist – gerade was preiswerten und barrierefreien Wohnraum angeht“, sagte gestern Mechthild Gröver, Leiterin des Fachdienstes Soziales, bei der Baustellenbesichtigung.

Der Rohbau steht, der Innenputz ist fertig, die Fassadenarbeiten haben begonnen – „und nächste Woche kommt der Estrich“, erläuterte Bauleiter Lars Wechsler vom Investor Heckmann Bauland & Wohnraum aus Hamm. Ab August würden die Kanalisation umgelegt, der Gehweg entlang der Stifterstraße verlängert und neue Parkflächen erstellt. Auch überdachte Fahrradstellplätze entstünden.

„Wir haben viele Interessenten“, sagte Lisanne Hagencord vom Investor Heckmann, die für die Vermietung der Wohnungen zuständig ist. Vergangenes Wochenende seien die Besichtigungen gestartet. Unterschriebene Mietverträge gebe es aber noch nicht. Insgesamt 15 Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen werden laut Hagencord in dem Mehrfamilienhaus mit Satteldach an der Stifterstraße vermietet. Jede Wohneinheit ist barrierefrei – in den höheren Geschossen über einen Aufzug zu erreichen. Die Wohnfläche liegt zwischen 61 und 83 Quadratmetern. Alle Wohnungen haben eine Terrasse oder einen Balkon. Zudem steht ein Gemeinschaftsgarten zur Verfügung. Statt eines Kellers gibt es einen geräumigen Abstellraum. Die Kaltmiete beträgt 5 Euro pro Quadratmeter.

„Die Wohnungen werden nach Dringlichkeit vergeben“, erläuterte Dominik Lindner vom Fachdienst Soziales der Stadt Oelde. Lindner prüft, ob die Interessenten berechtigt sind, eine der öffentlich geförderten Wohnungen zu mieten. Ein Wohnberechtigungsschein ist Voraussetzung, um Mieter zu werden. „Für ältere Leute bieten die Wohnungen eine Chance, hier im Quartier zu barrierefreie Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis zu bekommen, sei schwierig in Oelde.

Neben dem öffentlich geförderten Bau errichtet das Bauunternehmen Heckmann aus Hamm an der Stifterstraße noch ein weiteres Mehrfamilienhaus – ebenfalls mit 15 Wohnungen. Ab April kommenden Jahres sollen dort Mieter einziehen können. Diese Wohnungen sind nicht staatlich gefördert, ein Wohnberechtigungsschein ist somit nicht erforderlich – entsprechend höher fallen die Mieten aus. Die Volksbank Immobilien GmbH vermietet die Wohnungen.

Hintergrund

Etwa 300 öffentlich geförderte und belegungsgebundene Wohnungen gibt es Angaben des städtischen Fachdienstes Soziales in Oelde. Dies entspricht laut Wohnraumbedarfsanalyse 2,2 Prozent des Wohnungsbestands. Mit 76 Prozent seien die meisten zweckgebundenen Wohnungen in Mehrfamilienhäuser zu finden. Bei den weiteren Wohneinheiten handle es sich um vermietete Einfamilienhäuser (13 Prozent), vermietete Eigentumswohnungen (10 Prozent) und um Gruppenwohnungen (1 Prozent).

Zahlreiche Zweckbindungsfristen laufen in diesem und dem nächsten Jahrzehnt aus. Bis 2035 werde sich der gebundene Wohnbestand um 40 Prozent reduzieren, schreiben die Studienautoren. Danach könnten die Wohnungen frei vermietet werden.

Förderzusagen oder vertragliche Vereinbarungen für neue zweckgebundene Mietwohnungen gab es laut Analyse mit Stand von Mai für 69 Wohnungen, wobei davon 35 Wohnungen durch das Land gefördert werden. 15 Wohnungen entstehen an der Stifterstraße, 12 an der Willy-Brandt-Straße sowie 8 am Westring. Aktuelle Vorhaben nach der Oelder Mietpreisbremse umfassen 34 Wohnungen: 30 im Baugebiet Benningloh II sowie 4 an der Hans-Böckler-Straße. (rh)

© Quelle: Karoline Springer – Die Glocke
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