August 06 2019 0Comment

Kita St. Martin eingeweiht – Ein ganz kurzes Zeitfenster genutzt

Beckum – Den Anspruch kann die Beckumer Martinskirche nicht erheben, als erster Sakralbau im Bistum Münster in eine Kindertagesstätte umgewandelt worden zu sein – in Münster, Telgte und Kamp-Lintfort gibt es solche Beispiele – aber dafür weist sie einen der gelungensten Umbauten vor.

Am Samstag wurde die Kita St. Martin in der 2012 profanierten Martinskirche durch den Propst der St.-Stephanus-Gemeinde, Rainer B. Irmgedruth, eingeweiht. Zuvor hatte Reinhold Gierse , Geschäftsführer von Heckmann Bauland und Wohnraum aus Hamm, die Vorgeschichte des Kaufs der Kirche durch sein Unternehmen vorgestellt. Gierse räumte ein, dass die Unterschutzstellung der 1958 eingeweihten Kirche die Pläne seiner Firma kurzfristig durchkreuzt hätten, auch wenn kurz danach klar gewesen sei, dass das Gebäude nur für eine Nutzung durch den Kindergarten St. Martin in Frage komme. „Es gab nur ein ganz kurzes Zeitfenster“, stelle der Propst fest, und das habe man genutzt. Wegen des Denkmalschutzes habe man auf die Einrichtung von zwei weiteren Gruppen – ab 28. August werden 65 Kinder in drei Gruppen die Kita besuchen – verzichten müssen, Insgesamt habe der Umbau 1,8 Millionen Euro gekostet, Geld, das gut angelegt sei.

Auch nach Fertigstellung– Architekt war das Büro Fritzen+Müller-Giebeler aus Ahlen-Vorhelm – sei man nicht weg aus Beckum, sondern baue in direkter Nachbarschaft sechs Stadthäuser mit 56 Wohnungen, so Gierse weiter. Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann bezeichnete das neue Martinsquartier als „modernes Wohnviertel im Grünen“.

Das Land habe die zwölf Plätze für Unterdreijährige mit 37 800 Euro bezuschusst. Die verbleibenden Ausstattungskosten in Höhe von 189 900 Euro teilten sich Kirchengemeinde St. Stephanus und Stadt, so der Bürgermeister. Am Nachmittag nahmen viele Beckumer die Gelegenheit wahr, die neue „Kita-Kirche“ zu besichtigen.

Quelle: Dierk Hartleb – Westfälische Nachrichten
© Foto: Dierk Hartleb