November 30 2021 0Comment

Im Frühjahr geht es weiter

Erschließung im Baugebiet „An der Schlossmühle“ ist abgeschlossen

Heessen – Das Baugebiet „An der Schlossmühle“ hat seine erste Bauphase hinter sich. Wie Reinhold Gierse, Geschäftsführer der ausführenden Baufirma Heckmann, mitteilte, sei man in diesen Tagen mit dem ersten Teil der Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet an der Dolberger Straße fertig geworden. Das Gelände sei geräumt und gereinigt worden, so dass man jetzt eine „saubere Baustelle“ habe. „Kanäle und Versorgungsleitungen sind verlegt, die Baustraße angelegt“, sagte Gierse. Zumindest theoretisch könnte jetzt mit dem Hochbau, sprich dem Bau der Häuser, begonnen werden. „Wir haben uns aber entschlossen, damit erst im kommenden Frühjahr zu beginnen. Über den Winter mit dem Hausbau anzufangen, ergibt wenig Sinn“, sagt der Heckmann-Geschäftsführer.

Was aber noch im Dezember erfolgen soll, ist der Abriss des alten Müllerhauses neben der Schlossmühle, wie Gierse erklärte. Anstelle des alten soll dort ein neues Müllerhaus entstehen, in dem später drei Wohneinheiten untergebracht werden sollen. Ebenfalls fertig sei man mit der Entkernung der alten Schmiede. Ende Mai hatte Heckmann mit den Arbeiten im neuen Baugebiet begonnen. Zu Beginn der Bauarbeiten standen zunächst aufwendige Aufräumarbeiten auf dem Programm, weil es mehrere alte Gartenhäuser und andere Hinterlassenschaften der Vorbesitzer wegzuräumen galt.

Nördlich der Schlossstraße sollen ab nächstem Jahr vier Mehrfamilienhäuser mit 31 Eigentumswohnungen errichtet werden. Auch sechs Kaufgrundstücke sind im Angebot. Südlich der Schlossstraße stehen ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus, zwei Grundstücke für eine Mehrfamilienhausbebauung und ein Grundstück für eine Einfamilienhausbebauung zum Verkauf. Ferner werden vier Einfamilienhausgrundstücke auf Erbpacht vergeben. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von knapp 10000 Quadratmetern. Das erschlossene Gebiet befindet sich nördlich des Mühlenteichs und wird auf der Ostseite durch den Ennigerbach begrenzt.

Auf dem Erschließungsgebiet wurden etwa 450 Meter Regenwasserkanal, eine rund 500 Meter lange Schmutzwasser-Druckrohrleitung und Versorgungsleitungen wie Strom-, Trinkwasser-, und Fernwärmeleitung sowie die Kabel für die Straßenbeleuchtung verlegt. Des Weiteren wurden 17 Kontrollschächte und 40 Hausanschlussschächte gesetzt. Darüber hinaus entsteht ein Regenrückhaltebecken und der Verlauf des Ennigerbachs wird verlegt. Ursprünglich hatte Heckmann mit den Erschließungsarbeiten schon im August fertig sein wollen. Doch Probleme bereiteten zum einen starke Vandalismusschäden und nicht zuletzt auch Probleme in der Baustoffbeschaffung. „Die waren aber nicht so gravierend“, sagte Reinhold Gierse. Bezogen auf die gesamte Planungszeit waren die Erschließungsarbeiten aber dennoch nur ein Wimpernschlag. Denn insgesamt dauerten die Beratungen zur Bebauung des Bereichs um die Schlossmühle bereits satte 24 Jahre. Am27. November 1997 legte die Verwaltung dem Rat den Beschlussvorschlag vor: Die Ratsherren und -frauen sollten einem Konsenspapier zwischen der Stadt und den Boeselagers zustimmen. Darin heißt es: Erforderliche Planungen sind aufzunehmen. Wie lange das her ist, zeigt ein Fakt: Der OB hieß noch Jürgen Wieland, erst zwei Jahre später übernahm Thomas Hunsteger-Petermann das Amt.

 

© Quelle: ULRICH WILLE – WA
© Foto: MANTLER

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