Januar 13 2016 0Comment

HAMM BOCKUM HÖVEL: HECKMANN BAUT SCHWESTERNWOHNHEIM UM

Bis ins hohe Alter im Quartier wohnen bleiben und dabei betreut und gepflegt zu werden, das ist der Wunsch vieler Senioren. Damit diese Vision in Bockum-Hövel Wirklichkeit wird, haben sich die Caritas Hamm, die Gesellschaft Heckmann Bauland und Wohnraum sowie die St.-Barbara-Klinik Hamm auf ein gemeinsames Projekt verständigt. Das ehemalige Schwesternwohnheim des St.-Josef-Krankenhauses wird saniert. Ende 2016 sollen dort eine Tagespflege und ein Pflegedienst einziehen und barrierefreie Wohneinheiten bezugsfertig sein.

Die Initiative für dieses Projekt ging von der Caritas aus. „Wir wollen hier strukturiert unser Programm ,Caritas Zuhause’ umsetzen“, erklärt Vorstand Tobias Berghoff. Zu dem Konzept, das auf eine älter werdende Gesellschaft im Quartier eingeht, gehört eine Tagespflege mit 14 Plätzen und ein ambulanter Pflegedienst. „Das ist die erste Tagespflege in Bockum-Hövel“, erklärt Berghoff nicht ganz ohne Stolz. In Gesprächen mit Frank Lohmann, Geschäftsführer der St.-Barbara- Klinik Hamm, kristallisierte sich heraus, dass sich das Schwesternwohnheim für dieses Projekt eignet.

Mit ins Boot holten sich die Partner die Heckmann Bauland und Wohnraum GmbH. „Wir haben das Objekt gekauft und werden es grundlegend sanieren“, sagt Reinhold Gierse, geschäftsführender Gesellschafter von Heckmann. Zu den Maßnahmen gehören die energetische Modernisierung, die Herstellung der Barrierefreiheit auf allen Etagen und der Anbau von Balkonen und Dachterrassen. Das Erdgeschoss wird langfristig an die Caritas vermietet. Hier ziehen die Tagespflege und der ambulante Pflegedienst ein. Dieser ist bisher an der Hammer Straße angesiedelt.

In den Obergeschossen entstehen 14 Wohnungen mit Größen zwischen 50 und 75 Quadratmetern, erklärt Gierse. Die Wohnungen vermietet Heckmann selbst. Der Pflegedienst der Caritas wird für die Bewohner, wie auch für die Bürger des Quartiers, bedarfsgerechte Serviceleistungen anbieten. „Wir wollen mit diesem Projekt den Stadtteil Bockum-Hövel weiterentwickeln“, sind sich die Partner einig.

Das Investitionsvolumen beträgt rund 2,5 Millionen Euro. Der Bauantrag ist eingereicht, der Umbau kann im März beginnen, so Gierse. Ende des Jahres könnten die ersten Bewohner und der ambulante Pflegedienst einziehen. Das Schwesternwohnheim an der Hohenhöveler Straße entstand Anfang der 1960er-Jahre und diente der Unterbringung von Pflegekräften.

Zuletzt wurden die Räumlichkeiten von der Kindertagesstätte für Mitarbeiter des St.-Josef-Krankenhauses genutzt. Diese Kita ist Ende 2015 an die Hammer Straße umgezogen. Außerdem waren dort einige Zimmer für den Bereitschaftsdienst hergerichtet gewesen. Diese Zimmer sind nun in das Gebäude des St.-Josef-Krankenhauses umgezogen.

Quelle: Westfälischer Anzeiger, 12. Januar 2016