Februar 21 2017 0Comment

Abrissbirne ist im Anflug

Auf den Fensterbänken liegen die Glasreste der ausgebauten Holzkonstruktionen. Mit dem Entkernen wird seit einigen Tagen der Abriss des früheren Restaurants Jagdschlösschen eingeleitet. 

Ascheberg – Haus Klaverkamp, Haus Geismann – jetzt werden aller Abrisse drei: An der Himmelstraße sind die Tage des Restaurants „Jagdschlösschen“ gezählt.

Haus Klaverkamp, Haus Geismann – jetzt werden aller Abrisse drei: An der Himmelstraße sind die Tage des Restaurants „ Jagdschlösschen “ gezählt. „Wir haben begonnen, das Gebäude zu entkernen“, berichtet Reinhold Gierse von der Firma Heckmann aus Hamm , die den Komplex Ende des vergangenen Jahres von der Familie Ebrecht erworben hatte. Zum dritten Mal macht in Ascheberg eine Traditions-Gaststätte Platz für Neues, vorwiegend für barrierefreies Wohnen.

Die Vorboten des Abrisses lassen sich nicht mehr verbergen. So sind die meisten Fenster inzwischen ausgebaut worden, von der Himmelstraße aus ist der Blick in und teilweise durch das Gebäude möglich. Beim Entkernen sind die Arbeiter darauf bedacht, die Dinge zu trennen. So lagert im Hof bereits ein großer Haufen Bauholz. In der nächsten Woche soll der Bauzaun aufgestellt werden und dann kommt auch die Abrissbirne zum Einsatz. Mit der weißen Putzfront werden Räume eingerissen, mit denen viele Ascheberger Erinnerungen verbinden.

Das Grundstück ist knapp 3000 Quadratmeter groß. Die Firma Heckmann aus Hamm, die mit der Volksbank Ascheberg-Herbern als örtlichen Partner schon das Projekt Hofgarten als Nachfolgeobjekt des Hauses Klaverkamp erstellt hat, präsentierte im Oktober 2016 nach dem Abschluss des Kaufvertrages mit Lieselotte Ebrecht und Alfons Köster-Ebrecht Pläne, die drei Nachfolgegebäude auf dem Gelände vorsehen. In einem ersten Schritt waren zwei Gebäude im rückwärtigen Bereich des Grundstücks vorgesehen. „Wir werden mit dem Bau von 20 Wohneinheiten starten“, unterstreicht Bauingenieur Wiese die Pläne von damals auf WN-Anfrage.

In den ersten beiden Geschossen werden jeweils vier Wohneinheiten untergebracht, im Staffelgeschoss noch einmal zwei Penthäuser. Es werden Wohnflächen von 60 bis 100 Quadratmetern nach den aktuellen Energiestandards geschaffen. Aufzug, Fußbodenheizung, elektrische Rollläden, Fliesen- und Parkettböden sind Stichworte für die geplante Qualität.

Offen sind die Planungen für den zweiten Abschnitt. Zwischenzeitlich war eine Korrektur des Bebauungsplans gewünscht. Das, so berichtete Manfred Hölscher im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss, sei aktuell gestoppt.

Entstanden ist das Restaurant Jagdschlösschen aus einer alten Scheune, die Hubert Reher 1956 erworben hatte. Eröffnet wurde es am 10. September 1958. Der Familie Ebrecht als Verkäufer ist in diesem Zusammenhang immer wichtig: Das Hotel bleibt in Familienhand und offen, auch für Gäste aus dem Dorf.

Quelle: Westfälische Nachrichten, Foto: hbm / Theo Heitbaum