Januar 27 2022 0Comment

Wohnungen auf Ex-Kneipengelände: Viele Anfragen für Surmann’s Hof

ASCHEBERG. Dort, wo bis vor Kurzem noch die Kneipe Surmann‘s Hof in Ascheberg stand, entstehen 20 neue Eigentumswohnungen. Dafür gibt es bereits vor der Vermarktung viele Anfragen.

Seit einigen Wochen ist von der einstigen Kneipe Surmann‘s Hof in Ascheberg nichts mehr zu sehen. Das Gebäude, wo sich jahrzehntelang die Gaststätte befand, wurde abgerissen. An der Herberner Straße entstehen nun 20 neue Eigentumswohnungen. Und obwohl die Vermarktung der Wohneinheiten noch nicht offiziell begonnen hat, gibt es schon viele Anfragen. Sowohl Privatpersonen, die sich von ihrer jetzigen Immobilie verabschieden und stattdessen verkleinern wollen, aber auch Investoren und Kapitalanleger, die sich gleich für mehrere Wohneinheiten interessieren, hätten sich bereits gemeldet, berichtet Franz Venker, Prokurist der zuständigen Firma Heckmann Bauland und Wohnraum.

Noch alle Wohnungen zu haben.

Trotz der hohen Nachfrage sind die Wohnungen, die sich auf zwei zweigeschossige Gebäude verteilen sollen, zu haben. „Gerüchte, dass schon alles vergeben ist, stimmen nicht. Es ist noch nichts verkauft“, sagt Venker.

Wer sich noch für eine Wohnung interessiert, könne sich weiter bei der Firma Heckmann Bauland oder dem Partner, der Volksbank Ascheberg-Herbern, melden. „Wer auf der sicheren Seite sein will, kann schon einmal in die Interessenliste aufgenommen werden und wird dann vorab informiert“, rät Venker. Denn die offizielle Vermarktung der 20 Wohnungen, die zwei bis drei Zimmer und eine Größe von 50 bis 70 Quadratmeter aufweisen sollen, hat noch gar nicht begonnen. Man werde zunächst abwarten, bis die Baugenehmigung des Kreises Coesfeld vorliegt. Zunächst wurde bei der Behörde noch der Bauantrag eingereicht. Erst wenn es grünes Licht für das Bauvorhaben seitens des Kreises gibt, werde man in die Feinabstimmung und eben auch in die Vermarktung der Immobilie gehen. Zuvor könne er auch keinen Quadratmeterpreis für die Wohnungen nennen, sagt der Prokurist der Firma Heckmann Bauland.

Klar ist bereits, dass die Wohneinheiten über eine gewisse Ausstattung verfügen werden. Dazu gehört laut Venker eine Fußbodenheizung, eine moderne Badausstattung mit barrierefreier Dusche sowie eine schwellenreduzierte Bauweise. Zudem wird jedes Gebäude mit einer Tiefgarage errichtet, an die alle Wohnungen in allen Etagen mit einem Aufzug angebunden sind. Bis die Wohnungen bezogen werden können, dauert es aber noch eine Weile. Erst einmal muss die Baugenehmigung vorliegen, ehe man mit der Vermarktung beginnt. Venker sieht den Start im zweiten Quartal 2022 für realistisch an. Der Baubeginn soll kurz darauf – laut Venker im Sommer oder Spätsommer – erfolgen. Er rechnet – Stand jetzt – mit einer insgesamten Bauzeit von 18 bis 20 Monaten.

Die Firma Heckmann Bauland und Wohnraum aus Hamm hatte die Immobilie, die einstige Kneipe Surmann‘s Hof an der Herberner Straße, im April 2020 gekauft. Ein Jahr später begannen die Abrissarbeiten der ehemaligen Gaststätte, in der so viele heimische Vereine Kegelabende und Versammlungen abgehalten haben. Roland Surmann, der die Kneipe zuletzt betrieben hat, hatte sie Ende 2019 geschlossen. Das Lokal blieb stets in der Hand der Familie Surmann. Die Geschichte geht bis ins Jahr 1964 zurück. Damals eröffnete Heinrich Surmann an der Herberner Straße die Gaststätte. Zuvor hatte die Familie den einstigen Kaiserhof jahrzehntelang betrieben. Und zwar an der Stelle, wo jetzt die Bäckerei Geiping an der Sandstraße zu finden ist. Hier zapfte schon der Vater von Heinrich Surmann Bier für seine Gäste. „Das war das zentrale Lokal in Ascheberg. Da ging man hin“, erzählte Rolf Kehrenberg, Ordnungsamtsleiter der Gemeinde Ascheberg, rund um die Abrissarbeiten. Künftig wird das eine oder andere Bier in den Wohnzimmern der neuen Wohnungen an die Gäste gereicht.

© Quelle: Andrea Wellerdiek – Ruhrnachrichten
© Foto: Heckmann

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