August 27 2020 0Comment

Unerwartet ruhig

Hell, unspektakulär und überraschend ruhig: An der Ecke Münsterstraße/Heessener Straße, dort, wo über Jahre ein unansehnliches Hochhaus stand, können schon bald die Mieter in den modernen Neubau einziehen. Zur Seeburger Straße hin ist die Fassade hell verputzt. Projektleiter Matthias Fleermann hebt den Blick ins Grüne hervor. Foto: Körtling

Neubau an der Ecke Münsterstraße/Heessener Straße ist bald bezugsfertig

Von Peter Körtling

Hamm-Norden – Das alte Gebäude an der Münsterstraße/Ecke Heessener Straße ist als „Gammelhochhaus“ zu einem echten Politikum geworden. Nachdem die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) die Immobilie schließlich erworben hatte, begannen Abriss und Neubau. Inzwischen ist das neue Gebäude an dieser Stelle so gut wie bezugsfertig. Im Oktober enden die Arbeiten, ab November können die Mieter in die 30 neuen Wohnungen einziehen.

Bereits jetzt gewährte die Baugesellschaft Heckmann einen Einblick in die Immobilie: Die kubusartige Fassade in rotbraunem Klinker ist eher unspektakulär. Wenn man das Gebäude jedoch betritt, erwartet einen ein helles, freundliches und vor allem überraschend ruhiges Ambiente. Entsprechend der Nachfrage am Markt entstanden 16 Wohnungen für Einpersonenhaushalte sowie 14 Wohnungen für Zweipersonenhaushalte.

 

„Damit haben wir direkt einen entscheidenden Baufehler der Vergangenheit korrigiert.“
Architekt Matthias Schade zur außergewöhnlichen Schallschutzmaßnahme mit Laubengängen

Noch bevor man die Wohnungen betritt, fällt dem Besucher der erste Kniff der Planung auf: Entlang der Straßen befinden sich helle, geschlossene Laubengänge, von denen es in die eigentlichen Wohnungen geht. Das sorgt für einen angemessenen Schallschutz gegenüber dem fließenden Verkehr. „Damit haben wir direkt einen entscheidenden Baufehler der Vergangenheit korrigiert“, erklärt Architekt Matthias Schade. Am Hauptkreuzungspunkt der Straße, wo regelmäßig starker Verkehrslärm entsteht, wurden zudem ein Treppenhaus sowie Abstell- und weitere Nutzungsräume eingerichtet.

In den Wohnungen selbst erwartet die neuen Mieter eine helle, funktionale Gestaltung: Das gesamte Gebäude ist barrierefrei, Aufzüge sind vorhanden. Das i-Tüpfelchen stellen die Balkone und Terrassen dar, die einen freien Blick auf die Lippeauen gewähren. Neben dem erhöhten Schallschutz ist auch der Energieverbrauch auf dem aktuellen Standard, selbst die allgemeine Gebäudebeleuchtung ist mit LED-Technik versehen.

Bei der Badausstattung sind nicht nur moderne, großformatige Fliesen vorgesehen. Wie es hieß, werden alle Sanitäranlagen ausschließlich barrierefrei mit hochwertigen, deutschen Markenfabrikaten ausgestattet. Die Wohnungen 8 und 16 erhielten zudem eine vollkommen rollstuhlgerechte Ausführung, die neben der rutschfesten Badewanne auch eine befahrbare Dusche sowie einen unterfahrbaren Waschtisch umfasse.

Die Planer haben auch an die erforderlichen Parkmöglichkeiten gedacht. An der Gebäuderückseite, die über die Seeburger Straße erreichbar ist, entstehen neben einem Spielplatz und Fahrradstellplätzen auch 30 Mieterstellplätze. Weitere Parkplätze sind im öffentlichen Bereich zu finden. „Derzeit sind noch sechs Wohnungen mit einer Größe von 62 beziehungsweise 67 Quadratmetern frei“, erklärt Heckmann-Projektleiter Matthias Fleermann. Die hohe Nachfrage sei bei einem durchschnittlichen Mietpreis von 5,55 Euro pro Quadratmeter auch verständlich, gibt es zu bedenken.

© Quelle: Peter Körtling – wa
© Foto: Körtling